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Ostdeutsche Stromkunden werden entlastet - aber nicht sofort

Interessenvertretung durch die ostdeutschen IHKs zeigt endlich Wirkung

Energie, Industrie | 28.06.2017

Für das umstrittene Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NeMoG) ist in letzter Minute ein Kompromiss gefunden worden, so dass es noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden kann.

Im Gegensatz zu den meisten anderen staatlich induzierten Preisbestandteilen weisen die Netzentgelte starke regionale Unterschiede auf. Der überdurchschnittliche Ausbau der erneuerbaren Energien und der daraus resultierende Netzausbau in Ostdeutschland führen zu Netzentgelten, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen. Ein in den neuen Bundesländern beheimatetes Stahlwerk zahlt damit mehr als doppelt so hohe Netzentgelte wie die im Ruhrgebiet angesiedelte Konkurrenz. Die ostdeutschen Industrie- und Handelskammern haben deshalb seit langem gefordert, das System der Netzentgelte schnellstmöglich zu reformieren. Nur so kann eine überproportionale Belastung abgebaut und eine wirtschaftliche Benachteiligung der ostdeutschen Wirtschaft verhindert werden.

Der von CDU und SPD ausgehandelte Kompromiss sieht nun zwar vor, die Netzentgelte bundesweit zu vereinheitlichen. Allerdings wird dies schrittweise geschehen, beginnend erst mit dem 01.01.2019 und über die folgenden vier Jahre gestreckt. Diese lange Anpassungszeit ist ein Wermutstropfen, wurde die Angleichung doch mit sofortiger Wirkung gefordert. Nun hält die stärkere Belasung der ostdeutschen Unternehmen länger an als gewünscht.

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